Die Jungtiersaison ist eröffnet!

Bei uns beginnt die Jungtiersaison mit dem ersten Rotfuchswelpen.

Am 05.03.2019 (auf Rosenmonrtag) wurde die kleine Lissy mitten in der Nacht nach einer Erstversorgung durch eine Kölner Tierklinik aus der Karnevals-Hochburg zu uns gebracht. Der Geburtstermin dürfte in etwa Mitte Februar gewesen sein. 

Lissy ist der „Stadt-Klassiker“: Unverletzt, unterversorgt, aber nicht abgemagert, Einzelfund. Vermutlich hat das Muttertier versucht, die Welpen an einen anderen Ort zu bringen und ist während des Umtragens so gestört worden, daß sie die Kleine ablegen mußte und nicht mehr holen konnte. Dafür spricht sowohl die Unversehrtheit, der Ernährungszustand, als auch die Auskühlung des Welpen.
Lissy hat lange gebraucht, um dieses „Erlebnis“ zu verarbeiten. Durch den unruhigen und ständig unterbrochenen Schlaf konnte sie gleichzeitig nur unregelmäßig und recht kleine Mengen an Aufzuchtmilch aufnehmen.  Inzwischen hat sie das das Gröbste überstanden und wir warten auf Artgenossen, damit sie in der Gesellschaft gleichartiger aufwachsen und später ausgewildert werden kann.

Winterpause

Die Jungtiersaison ist abgeschlossen. Die Jungtiere sind – bis auf zwei Jung-Iltisse – alle ausgewildert. Jetzt beginnt für uns die Zeit, in der wir uns den Aufgaben widmen, die man nur begrenzt in der Öffentlichkeit wahr nimmt.

Im Rahmen unserer eigenen Forschungen fassen wir jetzt die Ergebnisse zusammen. Jeder Patient ist auch immer mit Lernen verbunden. Eine ausführliche Dokumentation hilft uns bei jedem neuen Patienten ein Stück weiter. Wir können deshalb Behandlungszeiträume verkürzen, Behandlungen selbst optimieren, die Zeit des Aufenthaltes besser gestalten und auf ein notwendiges maß reduzieren. Ein wichtiger Punkt vor allem für die Versorgung bereits erwachsener Tiere.

Wir sind wieder verstärkt im Monitoring unterwegs. Es gilt die Auswilderungen zu überwachen, zu prüfen, ob alle draußen auch gut zurecht kommen. Im Rahmen von Überprüfungen von Populationsvorkommen gehen wir wieder auf die Suche nach Waldiltis und Co.

Wir bereiten uns auf die kommende Saison vor. Material und Lager werden gesichtet, Gehege und interne Unterbringungen werden renoviert und optimiert. Es muß frühzeitig geplant werden, welche Tierarten in welcher Anzahl aufgenommen werden können. Dafür heißt es: Bleistift spitzen und rechnen. Das Finanzielle Kontingent muß geprüft und die Budgetplanung muß vorbereitet werden.

Und: wir machen ein wenig Pause.

 

Bitte beachten: Keine Besuchsmöglichkeiten!

Nicht nur wegen der Ferienzeit weisen wir nochmals darauf hin, dass der Retscheider Hof nicht öffentlich zugänglich ist und wir insbesondere auch keine „Besichtigung“ der hier lebenden Tiere ermöglichen können. Die Aufzucht von Wildtieren findet mit Bedacht weitgehend ungestört von Publikumsverkehr statt. Zugang gewähren wir in der Regel nur im Rahmen von Fortbildungen oder für Behörden und Fachpublikum.

Wir bitten um Verständnis und bitten, auf unangemeldete Besuche zu verzichten. Vielen Dank!