Schulung/Seminar

Die Schulung richtet sich vor allem an Tierpfleger in Tierheimen oder ähnlichen Einrichtungen, an Tierärzte, Katzen- oder Tierschutzvereine.

Referentin: Stefanie Huck

Kosten: 250,00 Euro + Anfahrt

Kontakt: steffi@retscheid.de

Umweltkriminaltität

Der Handel mit geschützten Tieren blüht. Die Gründe dafür sind völlig unterschiedlicher Natur. Sei es zur Gewinnung einer kulinarischen Speise ( z.B. das Gürteltier), weil ein bestimmtes Körperteil unglaublich wertvoll ist ( z.b. Elfenbein) oder weil man einfach ein ganz besonderes Haustier halten möchte. Ganz aktuell ist hier der Serval zu nennen, der im Dezember diesen Jahres im Raum Eitorf mittels einer Fotofalle entdeckt und letztendlich gesichert werden konnte – im Gegensatz zu dem Wüstenfuchs,  der in Süddeutschland gesichtet wurde.

Sichtung Fennek

Um jedoch effektiver gegen  den Handel oder auch die Haltung von geschützten Arten vorzugehen, fehlt es den Naturschutz- und Strafverfolgungsbehörden an der Möglichkeit, schnell und zuverlässig ein Tier zuordnen zu können. Um nur ein Beispiel zu nennen: Totfund einer Fischkatze in 2017: handelt es sich bei diesem Tier um eine legale Nachzucht oder eine illegale Wildentnahme. 

Fischkatze

Das FOGS entwickelt solche Tools, um eine sichere Herkunftszuordnung geschützter Tierarten möglich zu machen.

https://fogs-portal.de/ 

In Kooperation mit dem Forschungsmuseum Alexander König in Bonn tragen auch wir zum Gelingen des Projektes und zur Erweiterung der zu bestimmenden Tierarten gerne bei, in dem wir Probenmaterial generieren, das dort entsprechend analysiert und in die Tools von FOGS integriert wird. Nicht zuletzt spielt hierbei das von uns bereits etablierte bundesweite Totfundmonitoring eine tragende Rolle.

 https://www.zfmk.de/de/forschung/projekte/fogs-forensic-genetics-for-species-protection

Seit Dezember sind wir „mit im Boot“. Wer nähere Informationen, z.B. zu den zu beprobenden Tierarten haben möchte, der kann gerne Kontakt zu uns aufnehmen. 

Förderung durch Eckes-Granini

Bereits im Jahr 2018 hatten wir im Rahmen einer Förderung im Einzugsbereich und auf Empfehlung von Chance 7 (https://www.chance7.org/startseite/) Besuch von Mitarbeitern der Eckes-Granini-GmbH, denen wir unsere Arbeit und unser Gelände vorgestellt haben. Daraufhin haben wir eine Förderung der Eckes-Granini Deutschland GmbH erhalten, die uns eine Nachpflanzung von 10 Hochstamm-Obstbäumen in unserem Areal ermöglichte. Wir durften uns sogar die Sorten der 10 Bäumchen aussuchen.

Auf den dem Hof angegliederten 6 Hektar großen Geländefinden sich die unterschiedlichsten kleinräumigen Strukturen, die vielenWildtieren ein zu Hause geben. Neben Überflutungsbereichen, Klein-Biotopen, Bachlauf-Strukturen und naturbelassenen Wiesen befanden sich früher auf den jetzigen freien Flächen Streuobstwiesen.  Bereits seit etlichen Jahren sind wir bemüht, die vorhandenen Strukturen aufzuwerten und damit mehr Lebensraum für allerlei Getier zur Verfügung zu stellen. Die Artenvielfalt ist dadurch bereits deutlich angestiegen. Streuobstwiesen sind ein wichtiger Bestandteil und genau diese Struktur soll hier wieder entstehen, um noch mehr Wildtieren- vor allem den Insekten- zu einem wieder nutzbaren Lebensraum zu verhelfen.

Eckes-Granini hat uns aus genau diesen Gründen die Anpflanzung von 10 alten, regionalen Obstbäumen ermöglicht, wofür wir uns recht herzliche Bedanken!

So wurden im Frühjahr 2019, nach vorheriger Festlegung der Standorte, 10 Bäumchen gepflanzt und aufwendig gegen Verbiß durch unsere Weidetiere (Schafe, Ziegen und Pferde) geschützt, denn die Flächen werden durch Beweidung mit unterschiedlichen Tierarten freigehalten. Roter Bellefleur, Hauszwetschge, Burlat, Claps Liebling, Zuccalmagliorenette, Alkmene, Köstlichevon Charneau, Bühler Frühzwetschge, Rheinischer Winterrambour und Jakob Lebel sollten hier Fuß fassen und das Gelände bereichern.

Leider hat auch hier der Sommer 2019 etwas gegen die Anpflanzung gearbeitet, denn trotz regelmäßigem Gießen hat es das ein oder andere Bäumchen nicht geschafft. Der Großteil jedoch beginnt jetzt bereits auszutreiben und wird hoffentlich in den kommenden Jahren kontinuierlich wachsen, die Landschaft bereichern und so den Lebensraum verbessern

Übrigens: die abgestorbenen Bäumchen werden in diesem Jahr von Eckes-Granini ersetzt, was uns noch mehr freut und uns zeigt, daß Eckes-Granini nicht nur einfach fördert, sondern sich auch für seine geförderten Projekte interessiert und sehr an einer guten Umsetzung interessiert ist. Wir freuen uns, als wirklich kleine Einrichtung, ein Teil dieses Projektes zu sein!

Geruhsame und schöne Feiertage!

Das Jahr 2019 war und ist sehr „wildkatzenlastig“ und wir entschuldigen uns, daß die HP schon länger keine neuen Beiträge erhalten hat- was wir in den nächsten Wochen ändern werden. Denn: Es gibt viel Neues zu berichten.

Wir bedanken uns bei allen Spendern und Unterstützern, bei allen an unserer Arbeit und der Umwelt Interessierten, bei allen aktiven Helfern! Ohne Euch wäre eine solche Arbeit nicht möglich!

Wir wünschen ein schönes, besinnliches und harmonisches Weihnachtsfest und einen guten Start ins kommende Jahr!