Unsere Arbeit

Zur Kartierung und Erfassung von Iltis-Vorkommen sind wir vielfach auf Meldungen von Naturinteressierten und Jägern angewiesen. Zur Vereinfachung haben wir einen Meldebogen erstellt, den man hier herunterladen kann. Sollte eine Sichtung nicht ganz sicher sein, schauen wir uns auch gerne vor Ort um. Oft gibt schon das Habitat Auskunft über ein Vorkommen – oder auch Hinweise auf Unterschlüpfe.

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Wen die Möglichkeit besteht, versuchen wir die Nachweise z.B. an Hand von Spurentunneln zu sichern. Von lebenden Iltissen nehmen wir Haar- und Speichelproben zur genetischen Analyse. Todfunde geben wir in die wissenschaftliche Sektion. Auch sind Kotproben für uns ganz wichtig, jedoch in freier Wildbahn nicht ganz einfach zu finden. Die Parasitologie spielt eine wichtige Rolle, da es bestimmte Parasiten gibt, die fast ausschließlich beim Iltis vorkommen, dazu noch in bestimmten Höhenlagen. Gerne geben wir hierzu ausführlich Auskunft.

Einen Großteil unsere Arbeit macht jedoch die Aufzucht verwaister oder verloren gegangener Jungtiere aus.

Iltis1So kleine Tiere sind nicht einfach. Sie erfordern vor allem Ruhe und Geduld – neben diversen Nächten, die man eben nicht mit Schlaf verbringt.10484800_326694250816445_1658343740_oDer Iltis ist rasant schnell in der Entwicklung. Eine Vergesellschaftung erfolgt so früh wie möglich!Iltis3Alle Tiere werden bei Eintreffen genau untersucht – Allgemeinzustand, Verletzungen, Befall mit Ektoparasiten, Geschlecht und Alter wird in entsprechenden Pflegeprotokollen dokumentiert.

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Während der gesamten Aufzucht werden die Tiere einmal wöchentlich gewogen.

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In den letzten Wochen vor der Auswilderung vermeiden wir jedoch jeglichen Kontakt zu den Tieren- auch, wenn wird dann eine Lücke in der Dokumentation haben. Das Wohl der Tiere und eine möglichst störungsfreie und eine optimale Vorbereitung auf die Auswilderung sind oberste Priorität.

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Eine letzte Kontrolle mit Ermittlung des Gewichtes wird dann am Tag der Auswilderung vor genommen.

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Zunehmend bekommt der Iltis durch die „Mode-Erscheinung“ Frettchen auch in freier Wildbahn ein nicht unerhebliches Problem. Unkastrierte Frettchen-Fähen, die entlaufen oder einfach ausgesetzt werden können sich problemlos mit einem Iltis paaren. Diese sogenannten IFM (Iltis-Frettchen-Mischlinge) oder Hybriden sind vermehrungsfähig – jedoch bei weitem nicht so robust, wie es die echten Iltisse sind. Werden sie draußen geboren, überleben sie oftmals den ersten Winter nicht. Häufig kommt es jedoch zum Auffinden der tragenden Frettchen-Fähe – da diese ja auch in der Regel sehr menschenbezogen sind. Die Haltung dieser Mischlinge stellt private Frettchen-Halter vor hohe Ansprüche. Halb wild und halb zahm – nicht für reine Wohnungshaltung geeignet- aber auch nicht für eine reine Außenhaltung. Gerne sind wir auch bei dieser Problematik behilflich.

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Für Frettchenhilfen, Tierheime und Tierarztpraxen sowie für Frettchen-Halter bieten wir Vorträge und Seminare an – sowohl zur Bestimmung, als auch zu Haltung der Tiere.