Landschaftspflege

Monokulturen und saftig grüne Graswiesen prägen das Bild der Landschaft um uns herum. Heuwiesen sind heute grün- nicht mehr bunt. Kornblume, Ackermohn und Kamille sind ein seltener Anblick geworden- wo sollen die Insekten, Feldhasen und Vögel ihr Futter finden?

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Wir versuchen hier im Kleinen Sämereien und Kräuter zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Bereiche säen wir mit Wiesenkräuter-Mischungen aus der Region ein. Ein- und zweijährige Pflanzen wechseln sich mit Stauden und Gehölzen ab.

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Zusätzlich haben wir einheimische Gehölze wie Pfaffenhütchen, Silberweide, Moorbirke, Gagelstrauch, Weißdorn sowie verschiedene alte Obstsorten angepflanzt. Um die einzelnen Bereiche auch als Schutz für Wildtiere zu optimieren, werden die Baumpflanzungen um entsprechende Unterpflanzung mit Sträuchern wie Brombeere, Heckenkirsche, Schneeball und Apfelbeere ergänzt. Zusammen mit den von uns angelegten Totholzhecken können die Wildtiere geschützt zwischen den einzelnen Bereichen wechseln.

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Haufen aus Ästen, Zweigen und Wurzeln sehen auf den ersten Blick für viele Menschen unordentlich aus. In unserer ausgeräumten Landschaft und in den nahezu klinisch reinen Gärten finden jedoch immer weniger Wildtiere ein zu Hause. Totholzbewohnende Insekten und Käfer bilden die Lebensgrundlage für viele Vögel und Kleinsäuger. Totholz biete außerdem Brutplätze für Vögel, dient Igeln als Unterschlupf oder schützt das Mauswiesel und Hermelin vor Feinden.

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In verschiedenen Teilbereichen des Geländes wird kontinuierlich die Habitat-Struktur weiter ausgebaut. So wird z.B. Totholz aus Altbaumbeständen nicht entfernt. Zusätzlich legen wir zwei größere Totholzhecken an, die entsprechenden Lebensraum und Schutz für die Wildtiere bieten sollen.

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So werden absterbende Bäume ebenfalls nicht gefällt – sie sind natürliche Ansitze für Greifvögel oder bieten Kleibern und Spechten Brutplätze.

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